Glossar

Überblick

DatenabdeckungPortfolio / Vergleichsindex
Kapitel 2: Nachhaltigkeitsübersicht (ESG-Rating)98,7 % / 99,1 %
Kapitel 3: Werte & Normen (Filterkriterien, Umsatzdaten & Kontroversen)98,7 % / 99,1 %
Kapitel 4: Klima (Emissionen, Szenarioanalysen & Klimarisiken)98,7 % / 99,1 %
Kapitel 5: Wirkung (Umsätze, Entwicklungsziele & Unternehmensdialoge)98,7 % / 99,1 %

In die Berechnung der Datenabdeckung werden nur Portfoliopositionen einbezogen, für die die jeweiligen Daten zur Verfügung stehen können. Folgende Daten werden zur Berechnung verwendet:

  • Kapitel 2: EB-ESG-Score & MSCI Staaten ESG Score
  • Kapitel 3: Einbeziehung in die MSCI Research Abdeckung
  • Kapitel 4: Emissionswerte
  • Kapitel 5: Einbeziehung in die MSCI Research Abdeckung

Positionen, für die keine Daten zur Verfügung stehen (beispielsweise Kassepositionen oder Zielfonds) werden aus der Berechnung exkludiert.

Nachhaltigkeitsbewertung

EB-ESG-Score

Der EB-ESG-Score ist eine proprietäre Kennzahl zur ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen. Er kombiniert fundamentale Nachhaltigkeitsdaten mit einer nachrichtenbasierten Komponente, die es uns ermöglicht aktuelle Ereignisse in unsere Bewertungen zu integrieren.

Fundamentale Komponente

Die fundamentale Komponente des EB-ESG-Scores berücksichtigt unternehmensspezifische ESG-Risiken und -Chancen, sowie den Umgang der Unternehmen mit diesen. Betrachtet werden Faktoren aus den Bereichen Umwelt (Environment), beispielsweise Treibhausgase, Rohstoffe oder Abfall, Soziales (Social), beispielsweise Arbeitssicherheit, Lieferketten oder Datenschutz und Unternehmensführung (Governance) beispielsweise Vergütungsstruktur, Steuertransparenz oder eben Unternehmensführung. Für die fundamentale Komponente berechnen wir eine materialitätsverbesserte Gewichtung, um sicherzustellen, dass nur finanziell relevante Nachhaltigkeitsdaten verwendet werden und das Risiko der Verwässerung im aggregierten Score reduziert wird (Vgl. Giese et al., 2016).

Methodik

Die Rohdaten aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung stammen von MSCI ESG und werden im ersten Schritt von regionalen und sektoralen Verzerrungen bereinigt. Dazu werden die Daten in 33 Gruppen basierend auf den 3 Regionen Europa, Nordamerika und Schwellenländer sowie 11 Sektoren anhand des Global Industry Classification Standards (GICS) sortiert und normalisiert, um die Daten untereinander vergleichbar zu machen. Dazu verwenden wir Z-Scores. Diese sagen aus, wie weit ein einzelner Datenpunkt vom Durchschnitt einer Gruppe entfernt ist. Der Abstand wird dabei nicht in absoluten Einheiten (wie Euro oder Prozent) gemessen, sondern in Standardabweichungen. Ein Z-Score von 0 entspricht dem Mittelwert, ein positiver Wert liegt über dem Durchschnitt, ein negativer darunter. Dies beantwortet die Frage ob ein Wert normal, leicht über- oder unterdurchschnittlich, extrem hoch oder extrem niedrig im Vergleich zu seiner Vergleichsgruppe ist.

Mittels LASSO-Regression (Least Absolute Shrinkage and Selection Operator) und sogenanntem Subsampling wird die finanzielle Materialität der normalisierten Nachhaltigkeitsdatenpunkte getestet. Darauf basierend wird die Gewichtung der Rohdaten für die aggregierte fundamentale Komponente berechnet. Das Gewicht der übergeordneten E, S und G Säulen wird jeweils zwischen 10 % und 60 % begrenzt. So wird verhindert, dass eine Säule den aggregierten Score dominiert.

Die Ratings werden anschließend zwischen 0 und 10 skaliert.

LASSO-Regression in Kombination mit Subsampling – Was bedeutet das?

Ziel ist es aus einer großen Menge an Datenpunkten (Variablen) materiell relevante Variablen zu identifizieren.

Vorbereitung: Festlegung der zugrundeliegenden Daten

  • Abhängige Variable: Dies ist die Zielgröße, in unserem Modell, die Aktienrenditen der Mitglieder des MSCI All Country World Investible Markets Indizes über die letzten fünf Jahre.
  • Unabhängige Variablen: Dies sind die Nachhaltigkeitsrohdaten aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
Das Modell: Eine 10.000-fache Schleife
Schritt 1: Subsampling

Aus dem gesamten Nachhaltigkeitsdatensatz wird eine zufällige Teilmenge (Subsample) gezogen. Jede Iteration sieht somit eine leicht andere Zusammensetzung der Daten. Variablen, die nur aufgrund einer zu starken Anpassung des Modells an die Daten aus dem Gesamtdatensatz wichtig erscheinen stechen aus den Subsamples nicht mehr heraus.

Zur Verbildlichung kann man sich vorstellen, dass die Meinung zu einem Thema in einem Raum mit 1.000 Personen herausgefunden werden soll. Dies kann erreicht werden, indem alle 1.000 Personen einmal befragt werden. Mit dem Subsampling-Ansatz wird 100-mal eine zufällig ausgewählte Gruppe von nur 50 Personen befragt. Anschließend wird geschaut, wie stabil und übereinstimmend die Ergebnisse über diese 100 Befragungen hinweg sind. Wenn immer wieder dieselben Kernaussagen genannt werden, können Schlussfolgerung mit höherer Konfidenz gezogen werden, als bei einfacher Befragung aller 1.000 Personen.

Schritt 2: Anwendung einer LASSO-Regression auf die Teilmengen

Eine LASSO-Regression erfüllt zwei Aufgaben:

  1. Sie trifft eine Auswahl (Selection), indem sie aus einer großen Datenmenge potenzieller Einflussfaktoren diejenigen identifiziert, die den größten Vorhersagewert haben.
  2. Sie schrumpft (Shrinkage) und reduziert die Komplexität des Modells indem sie den Einfluss unwichtigerer Variablen in unserem Modell vollständig auf null setzt.

Bildlich kann man sich vorstellen, dass vor einem 1.000 Puzzleteile liegen, man aber weiß, dass nur 200 Teile für das eigentliche Bild relevant sind. Eine LASSO-Regression hilft, automatisch die 800 irrelevanten Teile auszusortieren damit man sich nur auf die 200 wichtigen konzentrieren kann.

Dabei hat eine LASSO-Regression gegenüber einer klassischen linearen Regression entscheidende Vorteile. Eine klassische lineare Regression versucht ebenfalls, eine abhängige Variable durch eine Kombination unabhängiger Variablen bestmöglich zu erklären. Das kann problematisch sein, wenn zu viele Variablen betrachtet werden. Ein lineares Modell neigt dann zur Überanpassung (Overfitting) und „lernt“ aus dem Rauschen in den historischen Daten. Damit funktioniert das Modell nur schlecht bei der eigentlichen Vorhersage. Eine LASSO-Regression adressiert dieses Problem, weil der Regression für jede zusätzliche Variable ein Strafterm (Penalty) hinzugefügt wird. Auf diese weise wird das Modell gezwungen Variablen mit nur geringem Erklärungsgehalt auf null zu setzen und es entsteht ein weniger kompliziertes und vor allem robusteres Modell.

Schritt 3: Feinjustierung des LASSO-Parameters

Die optimale Stärke des Strafterms muss für jede Teilmenge gefunden werden. Hierfür wird im Rahmen jeder Teilmenge eine 10-fache (10-fold) Kreuzvalidierung durchgeführt:

  1. Jede zuvor gezogene Teilmenge wird in 10 gleich große Blöcke zerlegt.
  2. Die LASSO-Regression wird anschließend jeweils auf 9 Blöcken trainiert und auf dem verbleibenden 10. Block getestet. Dies wird mit einer Vielzahl unterschiedlicher Strafterme wiederholt.
  3. Der Strafterm, der im Durchschnitt die beste Vorhersagekraft auf den 10 Blöcken jeder Teilmenge erzielt hat wird als „optimaler“ Strafterm ausgewählt. Anschließend wird ein finales LASSO-Modell mit diesem Strafterm auf jeder Teilmenge trainiert.

Schritt 4: Speichern der Ergebnisse jeder Iteration

Nachdem das LASSO-Modell für eine Teilmenge fertig ist, werden die Variablen gespeichert, die einen Koeffizienten ungleich Null erhalten haben. Dies sind Variablen, die in einer Iteration als „wichtig“ ausgewählt wurden.

Dieser Prozess wird in unserem Modell 10.000-mal wiederholt. Die einzelnen Ergebnisse werden anschließend aggregiert und geschaut, welche Variablen in 95 % aller Durchläufen ausgewählt wurden. Nur diese Variablen werden als materiell relevant angesehen. Als Ergebnis erhalten wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die 200 relevanten Puzzleteile.

Fazit

Der große Vorteil in der Kombination des Subsamplings mit einer LASSO-Regression liegt darin, dass eine LASSO-Regression alleine instabil sein kann. Dies bedeutet, dass eine kleine Änderung in den Daten, beispielsweise wenn Unternehmen hinzugefügt oder entfernt werden dazu führen kann, dass die LASSO-Regression ein abweichendes Datenset auswählt. Da der EB-ESG-Score im Rahmen unserer Investmententscheidungen eingesetzt wird ist es aber sehr wichtig, dass die zugrundeliegenden Daten fundamental relevant und nicht zufällig wichtig sind. Dies wird im Rahmen des Subsamplings durch die 10.000 Iterationen erreicht.

Sentiment-Komponente

Die Sentiment-Komponente beziehen wir von RepRisk. RepRisk screent täglich mehr als 2.000.000 Nachrichten aus über 150.000 öffentlichen Nachrichtenquellen in mehr als 30 Sprachen. Dabei wird nach Risikoereignissen aus über 80 Themen gesucht. Von Unternehmen selbst veröffentlichte Mitteilungen werden nicht berücksichtigt. Risikoereignisse werden analog zu unserer fundamentalen Komponente den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zugeordnet. Beispiele sind Umweltverschmutzung, Menschenrechtsverstöße, Cyberangriffe, Kinderarbeit, Diskriminierung, Korruption & Bestechung, Greenwashing, Arbeitsbedingungen oder Steuerhinterziehung.

Screening und Erkennung von Ereignissen

Das Screening ist ereignis- und problemorientiert aufgebaut. Dies bedeutet, dass in den mehr als 2.000.000 Artikeln zuerst nach negativen Ereignissen gesucht wird und im zweiten Schritt geprüft wird, ob und welche Unternehmen in die Ereignisse involviert sind. Dies geschieht mithilfe eines proprietären Machine-Learning-Modells, welches neben der thematischen Klassifizierung und Entitäten Erkennung ebenfalls eine initiale Einschätzung der Relevanz und Stimmung (Sentiment) vornimmt. Anschließend wird jedes Ergebnis von einem Analystenteam geprüft und aufbereitet.

Analyse und Aufbereitung

Jedes Ereignis wird im Rahmen der weiterführenden Aufbereitung anhand der folgenden Parameter analysiert:

  • Schweregrad (Severity): Bewertung der Folgen, des Ausmaßes und ob ein Ereignis beispielsweise durch einen Unfall oder Vorsatz verursacht wurde oder sogar systematisch ist.
  • Reichweite der Informationsquelle (Reach): Basierend auf der Leserschaft / Auflage, sowie der Bedeutung in einem Bestimmten Land. Zu den Beispielen gehören lokale Medien, kleine NGOs, nationale oder regionale Medien, lokale oder internationale Regierungsstellen und globale Medien.
  • Aktualität (Newness): Einstufung, ob ein Unternehmen bereits in der Vergangenheit mit einem Ereignis in Verbindung stand oder erstmalig genannt wurde.

Kennzahl

Basierend auf dem zuvor beschriebenen Prozess berechnet RepRisk verschiedene quantitative Kennzahlen. Der aktuelle RepRisk Index (RRI) stellt die Sentiment-Komponente des EB-ESG-Scores dar. Er ist ein dynamischer Echtzeitindikator für das Reputationsrisiko, dass von einem Unternehmen oder Projekt in Bezug auf eines oder mehrere der betrachteten 80 Nachhaltigkeitsthemen ausgeht.

Zusammenspiel der Fundamentalen und Sentiment-Komponente

Der EB-ESG-Score ermöglicht durch die fundamentale materialitätsverbesserte Nachhaltigkeitsbewertung in Kombination mit der KI-gestützten nachrichtenbasierten Komponente eine ganzheitliche Betrachtung. Es werden nicht nur der bisherige Umgang der Unternehmen mit ihren materiellen Chancen und Risiken betrachtet, sondern durch die reaktive Sentiment-Komponente werden zusätzlich die Schwächen klassischer Nachhaltigkeitsratings in Form einer trägen Anpassung ausgeglichen. Verschlechterungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Unternehmen spiegeln sich in unserem kombinierten Score wider, lange bevor sie das in der reinen fundamentalen Nachhaltigkeitsbetrachtung tun würden. Auf diese Weise verbindet der EB-ESG-Score das beste aus beiden Welten und ist ein effektives Instrument in unserem Investmentprozess.

Die Sentiment-Komponente fungiert als Frühwarnsystem, die die fundamentale Bewertung bei aufkommenden negativen Ereignissen oder Krisen temporär herabstuft. Dieser Mechanismus reagiert auf starke Anstiege in der negativen Berichterstattung über ein Unternehmen:

  • Anstieg > 2 Standardabweichungen à -1 Punkt Abzug
  • Anstieg > 3 Standardabweichungen à -3 Punkte Abzug

Um zu verhindern, dass irrelevante Nachrichten den Score beeinflussen, greift dieser Mechanismus nur, wenn das Sentiment auf der Risikoskala größer als 20 ist. Nach 90 Tagen wir die Anpassung zurückgenommen, da relevante Informationen nach diesem Zeitraum im Fundamentalen Rating enthalten sein sollten.

Quelle: Eigene Berechnung. Zeitraum: 02.01.2021 – 31.12.2025. Daten: MSCI ESG und RepRisk. EB-ESG-Score Hoch betrachtet die 20 % der Unternehmen des MSCI World Indizes mit dem höchsten EB-ESG-Score, EB-ESG-Score Niedrig, die mit den 20 % niedrigsten Scores. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Hinweise zu Auswirkungen von Gebühren, Provisionen und anderen Entgelten entnehmen Sie bitte dem Disclaimer.

Werte & Normen

Kontroverse Geschäftsfelder

Es werden nur Unternehmen berücksichtigt, die die Umsatzgrenzen des EB-Responsible Filters übersteigen.

Sucht- und Risikoprodukte

Alkohol

Unternehmen, die aus der Herstellung hochprozentiger alkoholischer Produkte (ab 20 Volumenprozent) mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen.

Tabak

Unternehmen, die aus der Herstellung von Tabakerzeugnissen mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen.

Cannabis

Unternehmen, die aus der Herstellung von nicht-medizinischen Cannabisprodukten mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen.

Pornografie (Produzenten)

Unternehmen, die aus der Produktion, Regie oder Veröffentlichung von Unterhaltungsmaterial für Erwachsene (Pay-per-View-Programme oder Kanäle, sexuell eindeutige Videospiele, Bücher oder Zeitschriften mit Inhalten für Erwachsene, Live-Unterhaltung für Erwachsene, Produzent von Material nur für Erwachsene im Internet) Umsätze erzielen.

Pornografie (Händler)

Unternehmen, die aus der Verbreitung von Unterhaltungsmaterial für Erwachsene (Pay-per-View-Programme oder Kanäle, sexuell eindeutige Videospiele, Bücher oder Zeitschriften mit Inhalten für Erwachsene, Live-Unterhaltung für Erwachsene, Produzent von Material nur für Erwachsene im Internet) mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen.

Glücksspiel

Unternehmen, die über 5 % ihres Umsatzes aus geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Glücksspielen erzielen.

Fossile Energie und Atomenergie

Atomenergie

Unternehmen, die Umsätze aus Kernenergie von mehr als 5 % erzielen.

Kohleabbau

Unternehmen, die durch den Abbau von Kohle mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen oder einen Anteil von mehr als 1 % am jährlichen globalen Kohlefördervolumen (siehe IAEA Coal Report) ausmachen.

Kohleverstromung

Unternehmen, die durch die Energiegewinnung über die Verbrennung von thermischer Kohle mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen.

Konventionelle Förderung oder Verstromung von Öl und Gas

Unternehmen, die aus der konventionellen Förderung oder der Verstromung von Öl und Gas mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen und nicht über einen Dekarbonisierungspfad, der auf eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf deutlich unter 2°C ausgerichtet ist verfügen (für weitere Informationen siehe EB-SIM Fossil Fuel Policy).

Unkonventionelle Öl- und Gasförderung

Unternehmen, die mehr als 5 % ihrer Umsätze mit der unkonventionellen Förderung von Öl und Gas erzielen. Dazu gehören Einnahmen aus der Förderung von Ölsand, Schiefergas, Schieferöl, Flözgas und Flözgasmethan sowie Einnahmen aus der Onshore- oder Offshore-Öl- und Gasförderung in der arktischen Region.

Ethisch sensible Aktivitäten

Grüne Gentechnik

Unternehmen, die Pflanzen, Saatgut, Kulturpflanzen oder andere Organismen, die für landwirtschaftliche Zwecke oder den menschlichen Verzehr bestimmt sind, gentechnisch verändern und damit mehr  als 5 % ihrer Umsätze erzielen.

Embryonale Stammzellenforschung

Unternehmen, die embryonale Stammzellenforschung unter Verwendung menschlicher Embryonen betreiben, die aus Klonverfahren (bspw. SCNT) gewonnen werden.

Rüstungsgüter

Konventionelle Waffen & Handfeuerwaffen

Unternehmen, die aus der Herstellung von (nicht geächteten) Waffensystemen, Komponenten sowie Unterstützungssystemen und –diensten mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen.

Handfeuerwaffen

Unternehmen, die aus der Herstellung oder dem Handel mit Schusswaffen und Munition für zivile Zwecke mehr als 5 % ihrer Umsätze erzielen.

Geächtete Waffen

Unternehmen, die aus der Herstellung geächteter Waffen und entsprechender Systeme oder Komponenten Umsätze erzielen. Geächtete Waffen sind definiert als Waffen, die gegen internationale Abkommen verstoßen. Beispiele für die in diesem Kontext relevanten internationalen Abkommen sind der Atomwaffensperrvertrag, die Biowaffenkonvention, die Chemiewaffenkonvention, die Konvention über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen, die Ottawa-Konvention zum Verbot von Antipersonenminen und das Oslo-Übereinkommen über das Verbot von Streumunition.

Atomwaffen

Unternehmen, die aus der Herstellung von Atomwaffen, exklusiven oder doppelt verwendbaren (sog. dual-use) Trägersystemen, doppelt verwendbaren Komponenten, Dienstleistungen oder indirekt durch Eigentumsverhältnisse an entsprechenden Unternehmen Umsätze erzielen.

 

Kontroverse staatliche Aktivitäten

Es werden nur Staaten berücksichtigt, die gegen die Ausschlussgrenzen des EB-Responsible Filters verstoßen.

Menschenrechte

Todesstrafe

Staaten, die die Todesstrafe gemäß Amnesty International rechtlich praktizieren oder zwar weitgehend abgeschafft aber in Ausnahmefällen wie Verbrechen nach dem Militärrecht beibehalten haben.

Freiheitsstatus

Staaten, die gemäß Freedom House als „Nicht Frei“ eingestuft werden.

Bürgerliche Freiheiten und politische Rechte

Staaten, die gemäß Freedom House über schwache Strukturen in Bezug auf bürgerliche Freiheiten (unter anderem Meinungs- und Glaubensfreiheit, Versammlungs- und Demonstrationsrechte oder Bewegungsfreiheit) und politische Rechte (unter anderem freie und faire Wahlen, politischer Pluralismus und politische Teilhabe sowie funktionierende Regierungsstrukturen) verfügen.

Moderne Sklaverei

Staaten, in denen gemäß Global Slavery Index ein hohes Vorkommen moderner Sklaverei herrscht und die staatliche Reaktion unzureichend ist. Betrachtet werden die drei Dimensionen „Vorkommen“ (Prevalence), „Verwundbarkeit“ (Vulnerability) sowie „Reaktion der Regierung“ (Government Response).

Staatliche Strukturen

Friedensstatus

Staaten, die einen niedrigen Friedensstatus gemäß Global Peace Index aufweisen. Betrachtet werden die Friedfertigkeit eines Staates, sowie die Wahrscheinlichkeit politischer Instabilität oder politisch motivierter Gewalt.

Atomwaffensperrvertrag

Staaten, die nicht Vertragspartei des Atomwaffensperrvertrages sind.

Stabilität des Staates

Instabile Staaten gemäß Global Peace Index. Betrachtet werden unter anderem die Akzeptanz politischer Strukturen und verfassungsrechtlicher Mechanismen, die Machtkonzentration der Exekutivorgane sowie Risiken sozialer Unruhen und Auswirkungen internationaler Konflikte / Spannungen auf die politische Stabilität.

Rechtsstaatlichkeit

Staaten, mit schwachen rechtsstaatlichen Strukturen gemäß Weltbank. Betrachtet werden unter anderem das gesellschaftliche Vertrauen in die rechtsstaatlichen Strukturen, Polizei und Gerichte, die Qualität der Vertragsdurchsetzung, die Achtung von Eigentumsrechten und die Wahrscheinlichkeit von Kriminalität oder Gewalt.

Korruption

Staaten, die gemäß Corruption Perception Index (Transparency International) als besonders korrupt gelten. Betrachtet wird die Wahrnehmung von Korruption im öffentlichen Sektor einschließlich Bestechung, Veruntreuung öffentlicher Gelder, Nutzung öffentlicher Ämter zum privaten Vorteil, Vetternwirtschaft im öffentlichen Dienst sowie staatliche Mechanismen zur Bekämpfung von Korruption.

Finanzpolitik

Geldwäsche

Staaten, mit hohem Geldwäschevorkommen gemäß Baseler Anti-Gelwäsche-Index (AML-Index). Betrachtet werden unter anderem staatliche Anti-Geldwäschemaßnahmen, Korruptions- und Betrugsrisiken, finanzielle Transparenz und Standards, öffentliche Transparenz und Rechenschaftspflicht sowie rechtliche und politische Risiken.

Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und Terrorismusfinanzierung

Staaten, die auf der grauen oder schwarzen Liste der Financial Action Task Force (FATF) stehen. Die FATF koordiniert weltweite Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Staaten, die keine wirksamen Maßnahmen ergreifen, um die FATF-Standards umzusetzen, werden unter erhöhte Überwachung gesetzt (sog. graue Liste) oder als Hochrisikoland (sog. schwarze Liste) eingestuft.

Defizite bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung

Staaten, die von der Europäischen Union (EU) als nicht-kooperative Länder und Gebiete für Steuerzwecke geführt werden. Dazu gehören Länder, die nicht mit der EU zusammenarbeiten oder ihre Verpflichtungen in Bezug auf Steuertransparenz, faire Besteuerungskriterien und Maßnahmen gegen Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung nicht vollständig erfüllen.

Ökologische Abkommen

Pariser Klimaabkommen

Staaten, die das Pariser Klimaabkommen (2015) nicht ratifiziert haben oder die sich daraus ergebenden Verpflichtungen nicht einhalten. Dazu gehören unter anderem die Festlegung nationaler Klimaziele (sog. NDCs), Transparenz in Bezug auf Emissionen sowie Fortschritte sowie das Ergreifen von Maßnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels zu ergreifen.

Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD)

Staaten, die nicht Vertragspartei des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (1992) sind. Das Übereinkommen zielt darauf ab die biologische Vielfalt zu erhalten und  ihre nachhaltige Nutzung sicherzustellen.

Kontroverse Geschäftsaktivitäten

Eine Kontroverse wird angezeigt, wenn berichtete negative ökologische oder soziale Auswirkungen mutmaßlich von einem Unternehmen verursacht, mitverursacht oder anderweitig mit dessen Geschäftstätigkeit, Wertschöpfungskette, Produkten oder Dienstleistungen in Verbindung stehen. Auslöser einer Kontroverse können verschiedenste Ereignisse, wie Umweltverschmutzungen, Unfälle, Untersuchungen zu wettbewerbswidrigem Verhalten, Proteste gegen das Unternehmen oder diskriminierende Praktiken und daraus resultierende Klagen sowie Bußgelder sein.

Jede Kontroverse wird thematisch eingeordnet (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und in Bezug auf ihr Ausmaß, den Schweregrad, die Rolle des Unternehmens und den Status bewertet.

Thematische Einordung einer Kontroverse (Auszug)

Umwelt Soziales Unternehmens-führung
Biodiversität & Landnutzung Einfluss auf lokale Gemeinschaften Gesundheit & Sicherheit Produkt-sicherheit & Qualität Korruption & Betrug
Energie & Klimawandel Menschenrechte & Zivile Freiheiten Gewerkschaften & Versammlungs-rechte Antikompetitive Praktiken Kontroverse Investments
Abfall & Giftige Emissionen Kinderarbeit Diskriminierung & Diversität Datenschutz & Privatsphäre Unternehmens-strukturen

 

Bewertung des Ausmaßes

Das Ausmaß wird auf einer Skala von Niedrig bis Extrem Verbreitet eingestuft. Eine Kontroverse niedrigen Ausmaßes hat lokale Auswirkungen auf eine geringe Anzahl Personen, betrifft eine kleine Fläche und hat begrenzte finanzielle Auswirkungen (beispielsweise nur auf direkte Anteilseigner des Unternehmens), während eine Kontroverse extremen Ausmaßes sehr viele Personen oder eine sehr große Fläche betrifft sowie umfassende finanzielle Auswirkungen (beispielsweise eine finanzielle oder Wirtschaftskrise) aufweisen kann.

Bewertung des Schweregrades

Der Schweregrad wird auf einer Skala von Minimal bis Sehr Schwerwiegend eingestuft. Eine Kontroverse minimalen Schweregrades bezieht sich auf mögliche Auswirkungen, die noch in der Zukunft liegen oder noch nicht abschätzbar sind (beispielsweise Proteste gegen den geplanten Bau einer Öl-Pipeline und mögliche negative Umwelteinflüsse des Projektes). Eine sehr schwerwiegende Kontroverse liegt unter anderem bei der Zerstörung von Ökosystemen, tödlichen Unfällen oder Vorwürfen moderner Sklaverei vor. Der Schweregrad kann durch vorsätzliches Handeln oder wenn besonders vulnerable Gruppen sowie Ökosysteme betroffen sind, verschärft oder wenn eine Kontroverse mit Altlasten (beispielsweise noch laufende Gerichtsprozesse, die aus einem vor mehr als 20 Jahren vorgefallenen schweren Ereignis basieren) in Verbindung gebracht wird, abgemildert werden.

Zusammenspiel von Ausmaß und Schweregrad

Schweregrad
Sehr Schwer-wiegend Schwer-wiegend Mittel Niedrig
Ausmaß Extrem Verbreitet Schwerste Schwere Schwere Moderat
Weit Verbreitet Schwerste Schwere Moderat Moderat
Limitierte Verbreitung Schwere Moderat Gering Gering
Niedrige Verbreitung Moderat Moderat Gering Gering

 

Bewertung der Unternehmensrolle

Unternehmen können direkt für eine Kontroverse verantwortlich sein. Dies ist unter anderem der Fall, wenn eine Umweltverschmutzung direkt auf Produktionsprozesse oder Produkte eines Unternehmens zurückzuführen sind oder Unternehmensvertreter sich mutmaßlich Fehlverhalten zuschulden kommen lassen haben. Eine indirekte Beteiligung liegt unter anderem dann vor, wenn eine Kontroverse durch den Missbrauch von Produkten des Unternehmens durch Dritte zurückzuführen ist, negative Auswirkungen im Rahmen einer Kontroverse durch ein Unternehmen ausgelöst wurden, an dem das Unternehmen nicht signifikant beteiligt ist oder das Unternehmen die Finanzierung für ein Drittpartei-Projekt bereitgestellt hat, aus dem eine Kontroverse hervorgegangen ist.

Bewertung des Status

Eine neue Kontroverse wird als Laufend (Ongoing) eingestuft. Wenn es öffentlich zugängliche Belege dafür gibt, dass das Unternehmen einige Maßnahmen zur Lösung des Problems umgesetzt hat, aber weiterhin mit Vorwürfen konfrontiert ist, wird die Kontroverse als teilweise Abgeschlossen (Partially Concluded) eingestuft. Eine Kontroverse gilt als Abgeschlossen (Concluded), wenn relevante Maßnahmen zur Lösung des Problems umgesetzt oder die ursprünglichen Vorwürfe widerlegt beziehungsweise zurückgezogen wurden.

Gesamtbewertung einer Kontroverse

Schweregrad Rolle des Unternehmens Status
Laufend Teilweise Abgeschlossen Abgeschlossen
Sehr Schwer-wiegend Direkt Schwerste Schwer Moderat
Sehr Schwer-wiegend Indirekt Schwer Moderat Moderat
Schwerwiegend Direkt Schwer Moderat Moderat
Schwerwiegend Indirekt Moderat Moderat Moderat
Moderat Direkt Moderat Gering Gering
Moderat Indirekt Gering Gering Gering
Gering Direkt Gering Gering Gering
Gering Indirekt Gering Gering Gering

 

UN Global Compact

Der Global Compact ist eine freiwillige Initiative der Vereinten Nationen, die sich branchen- und grenzübergreifend für eine gerechtere Ausgestaltung der Globalisierung und einer inklusiven, nachhaltigen Wirtschaft einsetzt. Dieses Ziel soll auf Basis von zehn Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Anti-Korruption erreicht werden. Dem Global Compact haben sich mehr als 25.500 Unternehmen und Organisationen aus 170 Ländern angeschlossen.

Die 10 Prinzipien des UN Global Compact

  1. Menschenrechte: Unternehmen sollten den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und achten.
  2. Menschenrechte: Unternehmen sollen sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen.
  3. Arbeitsrechte: Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren.
  4. Arbeitsrechte: Unternehmen sollen für die Beseitigung aller Formen von Zwangsarbeit eintreten.
  5. Arbeitsrechte: Unternehmen sollen für die Abschaffung von Kinderarbeit eintreten.
  6. Arbeitsrechte: Unternehmen sollen für die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit eintreten.
  7. Umwelt: Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen.
  8. Umwelt: Unternehmen sollen Initiativen ergreifen, um ein größeres Umweltbewusstsein zu fördern.
  9. Umwelt: Unternehmen sollen die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien beschleunigen.
  10. Anti-Korruption: Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung.

Bewertung von Kontroversen

Im Rahmen jeder identifizierten Kontroverse wird überprüft, ob ein Unternehmen möglicherweise gegen die OECD-Leitlinien für multinationale Konzerne, den UN Global Compact (UNGC), die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) oder die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP) verstößt.

Ein Unternehmen erhält die Einstufung Nicht Bestanden (Fail), wenn es mutmaßlich in mindestens eine sehr schwere Kontroverse verwickelt ist, die in den Themenbereich des UN Global Compact fallen.

Ein Unternehmen wird auf die Beobachtungsliste (Watch List) gesetzt, wenn es mutmaßlich in eine oder mehrere schwere Kontroversen verwickelt ist, die in den Themenbereich des UN Global Compact fallen.

Ein Unternehmen erhält die Bewertung Bestanden (Pass), wenn es nicht in eine oder mehrere sehr schwere oder schwere Kontroversen verwickelt ist.

Klima

Emissionsaktivitäten Unternehmen

Allgemeiner Hinweis:

Aus Transparenzgründen werden die Emissionen von Unternehmen und Staaten im Portfolio nicht verrechnet, sondern getrennt ausgewiesen.

CO2-Kennzahlen

Absolut finanzierte Emissionen: Das Portfolio finanziert X Tonnen CO2e-Emissionen pro Jahr. Die finanzierten Emissionen werden anhand des Anteiles am Gesamtwert eines Unternehmens (EVIC = Operative Assets inklusive Schulden, abzüglich Barmittel) berechnet. Der auf diese Weise berechnete Attributionsfaktor wird mit den Emissionen des Unternehmens multipliziert und für das Portfolio aufsummiert.

CO2-Fußabdruck: Jede in das Portfolio investierte Million Euro finanziert X Tonnen CO2e-Emissionen pro Jahr. Die finanzierten Emissionen werden anhand des Anteiles am Gesamtwert eines Unternehmens (EVIC = Operative Assets inklusive Schulden, abzüglich Barmittel) berechnet. Der auf diese Weise berechnete Attributionsfaktor wird mit den Emissionen des Unternehmens multipliziert, für das Portfolio aufsummiert und durch den Portfoliowert geteilt.

CO2-Intensität: Jede Million Euro Umsatz, der im Portfolio investierten Unternehmen stößt X Tonnen CO2e-Emissionen pro Jahr aus. Die finanzierten Emissionen werden anhand des Anteiles am Gesamtwert eines Unternehmens (EVIC = Operative Assets inklusive Schulden, abzüglich Barmittel) berechnet. Der auf diese Weise berechnete Attributionsfaktor wird mit den Emissionen des Unternehmens multipliziert, für das Portfolio aufsummiert und durch die dem Portfolio anzurechnende Summe der Unternehmensumsätze (ebenfalls als Anteil am Gesamtwert (EVIC) der Unternehmen) geteilt.

CO2e sind eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimaauswirkungen verschiedener Treibhausgase. Mit ihr wird die Klimaauswirkung unterschiedlicher Treibhausgase, beispielsweise Methan, Lachgas und fluorierte Gase, im Vergleich zur Wirkung von Kohlendioxid ausgedrückt.

Reduktionsziele der Unternehmen

Reduktionsziele

Wissenschaftlich validierte Ziele

Unternehmen, die über ein oder mehrere CO2-Emissionsreduktionsziele verfügen, die von der Science Based Targets initiative (SBTi) anerkannt wurden werden in der Quote berücksichtigt. Die SBTi ist eine gemeinnützige Organisation, welche durch CDP (ehemals Carbon Disclosure Project), dem UN Global Compact, dem World Resources Institute (WRI) und dem World Wide Fund for Nature (WWF) gegründet wurde. Ziel der SBTi ist es Unternehmen dabei zu unterstützen Emissionsreduktionsziele auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse festzulegen.

Reduktionsziele für alle Scope-Kategorien

Unternehmen, die über alle drei Scope-Kategorien Emissionsreduktionsziele festgelegt haben werden in der Quote berücksichtigt.

Netto-Null bis 2050

Unternehmen, die bis spätestens 2050 das Ziel der vollständigen Dekarbonisierung erreicht haben werden in der Quote berücksichtigt. Der Ansatz definiert „Netto-Null“ als eine mindestens 95-prozentige Reduktion der absoluten Scope 1 und 2 Emissionen sowie mindestens 90-prozentige Reduktion der absoluten Scope 3 Emissionen bis spätestens 2050. Die Definition entspricht den Kriterien der SBTi.

Scope 1, 2 und 3 Emissionen für Unternehmen

Scope 1 Emissionen sind direkte Treibhausgasemissionen, die aus Quellen innerhalb des Unternehmens stammen, das sie besitzt oder kontrolliert. Dazu gehören Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Firmenfahrzeugen oder Industrieanlagen sowie Leckagen aus Kältemittel- oder Gasaustrittsystemen. Da diese Emissionen direkt von der Organisation beeinflusst werden können, bieten sie eine greifbare Gelegenheit für Unternehmen, durch Maßnahmen wie Effizienzsteigerungen oder den Wechsel zu saubereren Brennstoffquellen ihre Umweltauswirkungen unmittelbar zu reduzieren.

Scope 2 Emissionen entstehen indirekt durch den Verbrauch von eingekaufter Energie, die zur Beheizung, Kühlung oder Stromversorgung von Gebäuden und Produktionsanlagen verwendet wird. Diese Emissionen sind das Resultat der Energieerzeugung außerhalb des Unternehmens, werden jedoch dem Unternehmen zugerechnet, da es der Endverbraucher dieser Energie ist. Unternehmen können ihre Scope 2-Emissionen reduzieren, indem sie energieeffiziente Technologien implementieren oder durch den Einkauf von erneuerbarer Energie, die mit niedrigeren oder keinen direkten Emissionen erzeugt wird.

Scope 3 Emissionen sind am schwersten zu quantifizieren und umfassen alle indirekten Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens anfallen und nicht durch den direkten Betrieb (Scope 1) oder den Energieverbrauch (Scope 2) verursacht werden. Diese Emissionen sind weitreichend und unterteilen sich in 15 Kategorien, die eine Vielzahl von Aktivitäten abdecken, darunter eingekaufte Waren und Dienstleistungen, Kapitalgüter, Kraftstoff- und energiebezogene Aktivitäten, Transport und Distribution, Abfallaufkommen, Geschäftsreisen, Mitarbeiterpendeln, angemietete Sachanlagen, die Verarbeitung und Nutzung von verkauften Produkten, vermietete Sachanlagen, Franchise und Investitionen. Die genaue Erfassung von Scope 3 Emissionen ist wichtig, da sie oft den größten Teil des CO₂-Fußabdrucks eines Unternehmens ausmachen und somit entscheidend für eine umfassende Klimastrategie sind.

Emissionsaktivitäten Staaten

Allgemeiner Hinweis: Aus Transparenzgründen werden die Emissionen von Unternehmen und Staaten im Portfolio nicht verrechnet, sondern getrennt ausgewiesen.

Emissionsaktivitäten Staaten

Absolut finanzierte Emissionen: Das Portfolio finanziert X Tonnen CO2e-Emissionen pro Jahr. Die finanzierten Emissionen werden anhand des Anteiles am Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Staates berechnet. Der auf diese Weise berechnete Attributionsfaktor wird mit den Emissionen des Staates multipliziert und für das Portfolio aufsummiert.

Jede in das Portfolio investierte Million Euro finanziert X Tonnen CO2e-Emissionen pro Jahr. Die finanzierten Emissionen werden anhand des Anteiles am Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Staates berechnet. Der auf diese Weise berechnete Attributionsfaktor wird mit den Emissionen des Staates multipliziert, für das Portfolio aufsummiert und durch den Portfoliowert geteilt.

CO2-Intensität

Jede Million Euro Umsatz, der im Portfolio investierten Unternehmen stößt X Tonnen CO2e-Emissionen pro Jahr aus. Die finanzierten Emissionen werden anhand des Anteiles am Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Staates berechnet. Der auf diese Weise berechnete Attributionsfaktor wird mit den Emissionen des Staates multipliziert, für das Portfolio aufsummiert und durch die Summe der dem Portfolio zuzurechnenden Anteile an den BIP der im Portfolio investierten Staaten geteilt.

CO2e sind eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimaauswirkungen verschiedener Treibhausgase. Mit ihr wird die Klimaauswirkung unterschiedlicher Treibhausgase, beispielsweise Methan, Lachgas und fluorierte Gase, im Vergleich zur Wirkung von Kohlendioxid ausgedrückt.

Staatliche Transformation

Staatliche Transformation

Staaten, die das Klimaschutzabkommen von Paris nicht ratifiziert haben oder die sich daraus ergebenden Verpflichtungen nicht einhalten sind in unserem Investmentprozess nicht zulässig. Dies gilt sowohl nach den Ausschlusskriterien des EKD-Leitfadens als auch nach unserem darauf aufbauenden EB-Responsible Filter.

Im Dezember 2015 einigten sich im Rahmen der 21. Conference of the Parties (COP 21) in Paris 197 Staaten auf ein globales Rahmenwerk zum Schutz des Weltklimas. Das Klimaschutzabkommen von Paris verfolgt drei wesentliche Ziele:

  • Begrenzung der Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf „deutlich unter“ zwei Grad Celsius mit Anstrengungen für eine Begrenzung auf 1.5 Grad Celsius
  • Senkung der globalen Treibhausgasemissionen sowie die Stärkung der Anpassungsfähigkeit an die Folgen des Klimawandels
  • Lenkung der Finanzmittel im Einklang mit den Klimaschutzzielen

Zur Erreichung der Ziele soll bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht werden. Die Staaten legen dazu ihre nationalen Klimaschutzbeiträge selbst fest. Alle fünf Jahre (ab 2018) werden die Fortschritte überprüft, ab 2025 müssen die Klimaschutzziele zudem im Fünfjahresturnus gesteigert werden. Dazu mussten alle Staaten bis 2020 eine Langfriststrategie für die nachhaltige Transformation vorlegen.

Scope 1, 2 und 3 Emissionen für Staaten

Scope 1 Emissionen sind Treibhausgasemissionen aus Quellen innerhalb des Staatsgebietes, einschließlich Emissionen aus exportierten Waren und Dienstleistungen. Diese sogenannten Produktionsemissionen kommen aus verschiedenen Schlüsselsektoren, beispielsweise Energie, industrielle Prozesse, Produktnutzung, Landwirtschaft oder Abfall. Aufgrund großer Datenunsicherheiten und möglicher verzerrender Effekte werden Emissionen aus Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (kurz LULUCF) exkludiert.

Scope 2 Emissionen sind Treibhausgasemissionen, die im Wesentlichen als Folge der inländischen Nutzung von aus einem anderen Land importiertem Strom oder Wärme entstehen.

Scope 3 Emissionen sind Treibhausgasemissionen, die auf alle Nicht-Energie Importe aus einem anderen Land zurückzuführen sind.

Erwartete Auswirkung auf die Klimaerwärmung

Impliziter Temperaturanstieg (ITR)

Der Implizite Temperaturanstieg ist eine vorausschauende Kennzahl, die Auskunft über die Ausrichtung eines Portfolios auf das Pariser Klimaabkommens gibt. Ziel des Pariser Klimaabkommens ist, den globalen Temperaturanstieg gegenüber dem vorindustriellen Niveau bis ins Jahr 2100 auf deutlich unter 2°C, möglichst 1,5°C zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss bis spätestens in die frühen 2050er Jahre CO2-Neutralität erreicht werden.

Interpretation des ITR

Der Welt steht bis 2050 ein Kohlenstoffbudget zur Verfügung, welches nicht überschritten werden darf, um den globalen Temperaturanstieg bis ins Jahr 2100 auf 1,5°C zu begrenzen. Aus diesem Budget ergibt sich für jedes Unternehmen und jeden Staat ein individuelles Budget, welches emittiert werden darf, um einen gerechten Anteil an der globalen Dekarbonisierung zu leisten.

Der ITR eines Portfolios gibt, basierend auf einer Über- oder Unterschreitung des zur Verfügung stehenden Kohlenstoffbudgets, den Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 in Grad Celsius an wenn die gesamte Weltwirtschaft das Budget in gleicher weise über- oder unterschreiten würde, wie die im Portfolio enthaltenen Unternehmen oder Staaten.

Beispiel

Ein ITR von 2,5 °C bedeutet, dass ein Unternehmen, Staat oder Portfolio seinen fairen Anteil am verbleibenden globalen 1,5°C Kohlenstoffbudget überschreitet. Wenn die gesamte Weltwirtschaft das globale Budget in ähnlichem Umfang überschreiten würde, würde dies laut Modell in einer globalen Erwärmung von 2,5 °C resultieren.

Methodik

1.Ermittlung und Übertragung des Kohlenstoffbudgets

Anhand wissenschaftlich fundierter Szenario-Modelle des Network for Greening the Financial System (NGFS) werden unternehmensspezifische Kohlenstoffbudgets für den Zeitraum 2020 bis 2050 abgeleitet. Die Budgets werden durch die Berücksichtigung der Unternehmensgröße, Sektoren und Regionen individuell auf das jeweilige Profil eines Unternehmens zugeschnitten. Jedes Jahr werden die verbleibenden Budgets durch Abzug der bereits realisierten Emissionen angepasst.

2.Projektion der Emissionen

Ausgehend vom aktuellen Jahr und auf Grundlage von individuellen Klimazielen werden die zu erwarteten künftigen Emissionen prognostiziert. Die Glaubwürdigkeit der jeweiligen Klimaziele wird beurteilt, bei unglaubwürdigen oder gänzlich fehlenden Zielen werden die künftigen Emissionen entsprechend höher prognostiziert.

3.Berechnung der Über- oder Unterschreitung des Kohlenstoffbudgets

Betrachtung, wie sich die prognostizierten Gesamtemissionen im Vergleich zum verbleibenden Budget verhalten.

4.Umrechnung in den Impliziten Temperaturanstieg

Die prozentuale Über- oder Unterschreitung des individuell zur Verfügung stehenden Budgets wird auf das globale Kohlenstoffbudget angewendet und mittels eines auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Faktors zur Beurteilung der Klimareaktion von Treibhausgasen, ausgedrückt in °C pro Gigatonne CO2* in den Impliziten Temperaturanstieg umgerechnet. Individuelle Temperaturanstiege von Unternehmen und Staaten lassen sich auf die gleiche Weise auf Portfolioeben aggregieren.

*Transient Climate Response to Cumulative Emissions of Carbon Dioxide (TCRE) Factor

Vermiedene Emissionen

Vermiedene Emissionen sind ein hypothetisches Konzept, das die Frage beantwortet: „Wie viele Emissionen wären entstanden, wenn ein Projekt nicht umgesetzt worden wäre?“. Die Logik dahinter ist, dass Strom, der durch den Betrieb einer erneuerbaren Energiequelle, beispielsweise Windkraft, Photovoltaik oder Wasserkraft gewonnen wird, Strom aus dem bestehenden „Strommix“ ersetzt.

Vermiedene Emissionen

Quelle: Strommix Deutschland 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_073_43312.html)

Aus dem Strommix eines Landes lässt sich ein sogenannter Emissionsfaktor berechnen, der anzeigt, wie viel Gramm CO2e pro erzeugter Kilowattstunde Strom ausgestoßen werden. 2025 lag dieser Emissionsfaktor in Deutschland beispielsweise bei durchschnittlich 344 Gramm CO2e (Umweltbundesamt, 2026 https://www.umweltbundesamt.de/themen/co2-emissionen-pro-kilowattstunde-strom-2025-nur). Mithilfe des Emissionsfaktors lassen sich die theoretisch vermiedenen Treibhausgas-Emissionen einer erneuerbaren Energiequelle berechnen, indem der erzeugte Strom mit dem Faktor multipliziert wird. Dass sich die von der EB-SIM finanzierten Projekte in verschiedenen Europäischen Ländern befinden wird bei der Berechnung der vermiedenen Emissionen Rechnung getragen. Entsprechend werden für die unterschiedlichen Projekte die Emissionsfaktoren der Länder angewendet, in denen sie sich befinden. Von den so berechneten vermiedenen Emissionen werden anschließend die Emissionen abgezogen, die durch den Stromverbrauch im Betrieb der Anlage entstehen.

Klimarisiken

Finanzielles Risiko durch den Klimawandel (Climate VaR)

Der Value-at-Risk (deutsch „Wert im Risiko“) ist eine Kennzahl für das maximale Ausmaß möglicher finanzieller Verluste eines Unternehmens oder Portfolios über einen bestimmten Zeitraum. Ziel des Klima VaR ist die Quantifizierung finanzieller Risiken und Chancen, die sich aus den Folgen des fortschreitenden Klimawandels für Unternehmen ergeben. Dabei werden transitorische und physische Risiken betrachtet.

Die Auswirkungen werden anhand verschiedener Erwärmungsszenarien des Network for Greening the Financial System (NGFS) quantifiziert. Im ESG-Reporting werden zwei NGFS-Erwärmungsszenarien gezeigt:

  • 2°C Geordnet (Orderly): Im Rahmen diese Szenarios wird angenommen, dass ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen umgehend eingeführt und schrittweise verschärft werden. Dies schließt Maßnahmen zur Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre ein, sodass Klimaneutralität um das Jahr 2070 herum erreicht wird. Resultierende transitorische und physische Risiken sind gering, die Chance den globalen Temperaturanstieg bis ins Jahr 2100 auf unter 2°C zu begrenzen liegt in diesem Szenario bei 67 %.
  • 3°C Aktuelle Maßnahmen (Current Policies): Dieses Szenario geht davon aus, dass nur bereits implementierte Maßnahmen erhalten werden. Die Emission von Treibhausgasen nimmt bis ins Jahr 2080 weiter zu. Das Klima erwärmt sich um 3°C bis ins Jahr 2100 und geht mit irreversiblen Veränderungen wie einem starken Anstieg der Meeresspiegel, einer Zunahme der Schäden durch Überflutungen oder Wirbelstürme und einer Abnahme der Produktivität physischer Arbeit einher. Dieses Szenario ist insbesondere mit hohen physischen Risiken verbunden.

Transitorische Risiken

Kosten durch Investitionen zur Dekarbonisierung von Produktionsprozessen, höhere Materialkosten, neue Technologien, veränderte Nachfrage oder auch direkte Emissionsabgaben setzen Unternehmen beim Übergang in eine emissionsarme Wirtschaft erheblich unter Druck. Dieser ergibt sich vor allem durch regulatorische Anforderungen in Form von Klimaregulierungen. Diese können Unternehmen direkt, also durch Kosten aus der erforderlichen Reduktion von Scope 1 Emissionen oder indirekt (Scope 2 + 3) durch den Bezug von Energie und entlang der Lieferkette treffen.

Neben den regulatorischen Risiken bieten sich Unternehmen andererseits auch technologische Chancen durch die Entwicklung neuer Technologien, die den Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft unterstützen. Sie ergeben sich, da dieser Übergang in vielen einen erheblichen Technologiewechsel hin zu emissionsfreien Produktionsprozessen erfordert.

Physische Risiken

Es werden sowohl akute als auch chronische Risiken betrachtet. Akute Risiken führen zu unmittelbaren Sachschäden oder Betriebsunterbrechungen beispielsweise ausgelöst durch Wirbelstürme, Überflutungen oder Waldbrände. Chronische Risiken treten über einen längeren Zeitraum ein und können einen zunehmenden Einfluss auf die Betriebsabläufe von Unternehmen haben. Dazu gehören extremer werdende Hitze, Kälte oder Niederschlag. Die Berechnung der physischen Klimarisiken erfolgt auf der Asset-Ebene eines Unternehmens und basiert auf drei Dimensionen:

Gefährdung: Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Intensität klimatischer Ereignisse, die zu Schäden und daraus resultierenden Kosten führen können, beispielsweise Hitzewellen oder Überschwemmungen

Exposition: Die Anwesenheit von Menschen, Ressourcen oder anderen Vermögenswerten an Orten, die negativ beeinträchtig werden könnten. Betrachtet wird die geografische Lage, Größe und Wert der Vermögenswerte.

Vulnerabilität: Die Anfälligkeit und Empfindlichkeit eines Vermögenswertes für finanzielle Schäden, sowie die Anpassungsfähigkeit, beispielsweise eine Verringerung der Arbeitsproduktivität im Bausektor durch Hitze oder negative Auswirkungen auf Transportunternehmen durch extremen Schneefall.

Wichtige Limitierungen bei der Betrachtung sind

  • der individuelle Versicherungsschutz von Unternehmen wird nicht berücksichtigt
  • konkrete von Unternehmen bereits umgesetzte Anpassungsmaßnahmen können nicht verlässlich quantifiziert und berücksichtigt werden
  • mögliche Risiken entlang der Lieferkette werden nicht berücksichtigt.

Die drei Komponenten transitorische & physische Risiken, sowie technologische Chancen können anschließend zu einem aggregierten Wert, den Klima VaR aggregiert werden.

Wirkung

Umsätze mit nachhaltiger Wirkung

Die Berechnung der zurechenbaren nachhaltigen Umsätze wird auf Basis des Beteiligungsanteils an den jeweiligen Unternehmen im Portfolio vorgenommen. Dieser wird als Anteil am Gesamtwert eines Unternehmens (EVIC = Operative Assets inklusive Schulden, abzüglich Barmittel) ermittelt. Der Beteiligungsanteil wird mit dem nachhaltigen Umsatz des Unternehmens multipliziert, um die zurechenbaren, nachhaltigen Umsätze zu bestimmen. Dabei wird zur besseren Vergleichbarkeit verschiedener Portfolios die Annahme getroffen, dass das gesamte Investitionsvolumen in das Portfolio 1 Mio. EUR beträgt.

Der Faktor „ökologische Wirkung“ gibt die Summe aller Umsätze wieder, die aus dem Bereich Umweltschutz stammen, darunter alternative Energien, Energieeffizienz, ökologisches Bauen, Vermeidung von Umweltverschmutzung, nachhaltige Wasserwirtschaft oder nachhaltige Landwirtschaft.

Der Faktor „soziale Wirkung“ gibt die Summe aller Umsätze mit sozialer Wirkung wieder, darunter Ernährung, Sanitärversorgung, Behandlung schwerer Krankheiten, Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen, Bildung, bezahlbarer Wohnraum oder Konnektivität.

Der Faktor „Nachhaltige Wirkung“ fasst die Umsätze mit ökologischer und sozialer Wirkung zusammen. Er gibt somit die Summe aller Umsätze aus den Bereichen Ernährung, Sanitärversorgung, Behandlung schwerer Krankheiten, Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen, Bildung, bezahlbarer Wohnraum, Konnektivität, alternative Energien, Energieeffizienz, ökologisches Bauen, Vermeidung von Umweltverschmutzung und nachhaltige Wasserversorgung oder nachhaltige Landwirtschaft wieder.

Hier werden die einzelnen Umsatzbereiche mit nachhaltiger Wirkung aufgeschlüsselt und den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zugeordnet.

Ausrichtung an den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) verabschiedet.

Der Beitrag zu den SDGs für jedes Unternehmen im Portfolio wird anhand des SDG-Net Alignment Scores (MSCI) gemessen. Gemäß der MSCI-Methodik können Unternehmen auf vielfältige Weise, sowohl positiv als auch negativ zu den SDGs beitragen. Ein Unternehmen kann einen stark positiven Beitrag zur Erreichung eines oder mehrerer SDGs leisten, während es gleichzeitig durch seine Geschäftstätigkeiten, Produkte, betrieblichen Praktiken oder die Verwicklung in Kontroversen einen negativen Beitrag zu anderen leistet. Dementsprechend berücksichtigen die SDG-Net Alignment Scores die Umsätze mit Produkten und Dienstleistungen, die sich auf die SDGs auswirken sowie die Auswirkung der operativen Geschäftsaktivitäten samt etwaiger Nachhaltigkeitskontroversen auf die SDGs.

Zu den Produkten und Investitionen, die sich positiv auf die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele auswirken können zählen beispielsweise Bildungsinvestitionen, Mikrofinanzen, PV-Anlagen, Medizin- & Hygieneprodukte, Abwasserbehandlung, nachhaltige Gebäude oder Komponenten für intelligente Stromnetze. Zu den Produkten mit negativer Auswirkung auf die Zielerreichung gehören unter anderem Plastik, Tabakprodukte oder fossile Energierohstoffe.

In der operativen Dimension wird die Arbeitsweise der Unternehmen betrachtet, beispielsweise in Bezug auf Arbeitssicherheit, Umweltauswirkungen, die Achtung von Gewerkschafts- und Versammlungsrechten, die Einhaltung von Menschenrechten oder die Produktqualität und -sicherheit.

Somit sind die SDG Net Alignment Scores eine ganzheitliche Beurteilung der Unternehmenswirkung auf die einzelnen SDGs. Die Skala der 17 Indikatoren ist wie folgt: „Strongly aligned“ von +10 bis +5, „aligned“ von +5 bis +2, „neutral“ von +2 bis -2, „misaligned“ von -2 bis -9 und „strongly misaligned“ bei -10. Dargestellt werden die durchschnittlichen SDG Net Alignment Scores des Portfolios gegenüber des Vergleichsvermögens für jedes SDG.

Unternehmensdialoge

Kollaboratives Engagement

Gemeinsam mit anderen Investoren bündeln wir unsere Ressourcen, um nachhaltige Veränderungen voranzutreiben. Durch Investorengruppen und Initiativen maximieren wir unseren Einfluss. Bei diesen Engagements arbeiten wir mit dem Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (kurz: AKI), Institutional Shareholder Services (kurz: ISS ESG), CDP und Shareholders for Change zusammen.

Selbstinitiiertes Engagement

Wir initiierten Engagements in Eigenregie zu dringenden Themen wie beispielsweise EntwaldungWassersicherheit und Arbeitnehmerrechte und sprechen gezielt Unternehmen an, die in Nachhaltigkeitskontroversen verwickelt sind. Mit unserer unabhängigen Vorgehensweise behalten wir die Flexibilität und Freiheit, maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln, unsere eigenen Nachhaltigkeitsthemen zu forcieren und unser Werteverständnis während des Engagements zum Ausdruck zu bringen.

Wir berichten jedes Jahr ausführlich über die Engagement-Aktivitäten des abgelaufenen Jahres. Der Bericht ist auf unserer Website zu finden.

Abstimmungsverhalten

Die Ausübung von Stimmrechten in den von uns gemanagten Publikumsfonds ist ein wesentliches Werkzeug, um direkten Einfluss auf Unternehmensentscheidungen zu nehmen und nachhaltige Geschäftspraktiken zu fördern. Sie ermöglicht es, Unternehmensstrategien aktiv mitzugestalten und sicherzustellen, dass ESG-Ziele in den Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden.

Certain information contained herein (the “Information”) is sourced from/copyright of MSCI Inc., MSCI Solutions LLC, or their affiliates (“MSCI”), or information providers (together the “MSCI Parties”) and may have been used to calculate scores, signals, or other indicators. The Information is for internal use only and may not be reproduced or disseminated in whole or part without prior written permission. The Information may not be used for, nor does it constitute, an offer to buy or sell, or a promotion or recommendation of, any security, financial instrument or product, trading strategy, or index, nor should it be taken as an indication or guarantee of any future performance. Some funds may be based on or linked to MSCI indexes, and MSCI may be compensated based on the fund’s assets under management or other measures. MSCI has established an information barrier between index research and certain Information. None of the Information in and of itself can be used to determine which securities to buy or sell or when to buy or sell them. The Information is provided “as is” and the user assumes the entire risk of any use it may make or permit to be made of the Information. No MSCI Party warrants or guarantees the originality, accuracy and/or completeness of the Information and each expressly disclaims all express or implied warranties. No MSCI Party shall have any liability for any errors or omissions in connection with any Information herein, or any liability for any direct, indirect, special, punitive, consequential or any other damages (including lost profits) even if notified of the possibility of such damages.

Anlegertyp
Land
Speichern