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Marketingmitteilung
  • Nachhaltigkeit
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  • 11.02.2026
Autor

Dr. André Höck

EB-SIM Fossil Fuel Policy

Wir haben den Anspruch „Investments für eine bessere Welt“ zu tätigen. Deshalb haben wir eine konsequente Strategie zur Begrenzung von Investitionen in fossile Energien: Die EB-SIM Fossil Fuel Policy. Erfahren Sie, welche strengen Kriterien Energieunternehmen und Versorger erfüllen müssen, um für uns investierbar zu sein.

Im Dezember 2015 einigten sich im Rahmen der 21. Conference of the Parties (COP 21) in Paris 197 Staaten auf ein globales Rahmenwerk zum Schutz des Weltklimas. Das Klimaschutzabkommen von Paris verfolgt drei wesentliche Ziele:

▪ Begrenzung der Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf „deutlich unter“ zwei Grad Celsius mit Anstrengungen für eine Begrenzung auf 1.5 Grad Celsius

▪ Senkung der globalen Treibhausgasemissionen sowie die Stärkung der Anpassungsfähigkeit an die Folgen des Klimawandels

▪ Lenkung der Finanzmittel im Einklang mit den Klimaschutzzielen

Zur Erreichung der Ziele soll bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht werden. Die Staaten legen dazu ihre nationalen Klimaschutzbeiträge selbst fest. Alle fünf Jahre (ab 2018) werden die Fortschritte überprüft, ab 2025 müssen die Klimaschutzziele zudem im Fünfjahresturnus gesteigert werden. Dazu mussten alle Staaten bis 2020 eine Langfriststrategie für die nachhaltige Transformation vorlegen.

Als nachhaltiger Asset Manager bekennen wir uns zum Pariser Klimaabkommen und wollen einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation leisten.

Vor diesem Hintergrund berücksichtigen wir beim EB-Responsible Filter strenge Ausschlusskriterien für Energiekonzerne und Versorger:

Unternehmen, die 5 % oder mehr ihres Umsatzes mit der Förderung oder Verstromung von Kohle erzielen, werden ausgeschlossen. Unternehmen, die 5% oder mehr ihres Umsatzes mit unkonventioneller, kontroverser Fördermethoden* von Öl und Gas gewinnen, sind nicht investierbar. Darüber hinaus sind Unternehmen, die durch ihre Produkte, oder Produktionsprozesse, bei gleichzeitig unterdurchschnittlicher Nachhaltigkeit, eine besonders negative Wirkung auf mindestens ein (klimabezogenes) Entwicklungsziel der Vereinten Nationen(kurz SDGs) haben, ausgeschlossen.

Förderung und Verstromung fossiler Energierohstoffe

*Ölsand, Ölschiefer, Schiefergas, Schieferöl, Kohleflözgas, Kohleflözmethan, arktische Öl- und Gasförderung
**Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf deutlich unter 2°C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit mit Anstrengungen für eine Begrenzung auf 1.5°C

Im Rahmen der EB-SIM Fossil Fuel Policy müssen Unternehmen, die 5 % oder mehr ihrer Umsätze mit der Förderung oder Verstromung von konventionellem Öl und Gas erwirtschaften, über eine glaubhafte Dekarbonisierungsstrategie verfügen.** Es wird von einer glaubhaften Dekarbonisierungsstrategie ausgegangen, wenn ein Unternehmen laut NZIF 2.0 mindestens „Committed“ ist, sich also mindestens ein langfristiges Netto-Null-Ziel bis 2050 gesetzt hat oder über einen ITR unter 2 verfügt.

Zur Überprüfung der Glaubhaftigkeit sowie des Ambitionsniveaus einer Dekarbonisierungsstrategie nutzen wir das Net Zero Investment Framework 2.0 (NZIF 2.0) der Paris Aligned Investment Initiative (PAII) sowie den Impliziten Temperaturanstieg (ITR) von MSCI:

Das NZIF 2.0 ist ein praxisorientierter Leitfaden, der bei der Entwicklung von Netto-Null-Strategien, sowie der Ausrichtung von Portfolien auf dieses Ziel unterstützen soll. Das NZIF wurde 2021 entwickelt und 2024 in der aktualisierten Version 2.0 veröffentlicht. Es ermöglicht die Bewertung des Dekarbonisierungs-Fortschrittes verschiedenster Asset-Klassen wie Infrastruktur- oder Immobilieninvestments, Staatsanleihen und Private Equity. Die Bewertung des Fortschrittes von Unternehmen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität ist ein Kernelement des Frameworks. Dabei werden Unternehmen in fünf Kategorien von Nicht auf Kurs („Not Aligning“) bis Netto-Null wird erreicht („Achieving Net Zero“) eingestuft. Die Bewertung ist mehrstufig und basiert unter anderem auf der aktuellen Emissionsleistung, dem Ambitionsniveau eines Netto-Null-Ziels, ob das Netto-Null-Ziel wissenschaftsbasiert ist und ob die aktuellen Emissionen transparent offengelegt werden. Damit ist die Bewertung im Rahmen des NZIF 2.0 zukunftsgerichtet und bewertet neben dem Status Quo vor allem die Glaubwürdigkeit und den Fortschritt der Transformationsstrategie eines Unternehmens.

Der MSCI ITR vergleicht die aktuellen und erwarteten Emissionen eines Unternehmens mit dem verbleibenden globalen Emissionsbudget, welches zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht überschritten werden darf. Betrachtet wird ein Zeithorizont bis 2050, Unternehmen können das ihnen zur Verfügung stehende Budget unter- oder überschreiten. Der ITR gibt einen konkreten Temperaturwert in Grad Celsius an. Sofern ein Unternehmen das ihm zur Verfügung stehende Budget nicht überschreitet ist es auf eine Pfad zur Begrenzung der globalen Klimaerwärmung auf 1.5°C ausgerichtet. Bei Überschreitung des Budgets spiegelt sich dies in einem ansteigenden ITR wider. Die Bewertung im Rahmen des ITR ist somit ebenfalls eine zukunftsgerichtete Metrik.

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